März 2015

Sonnenfinsternis: wir sind dabei!

22.03.2015 14:03

 

Am Freitag, dem 20. März  konnte man über Deutschland eine Sonnenfinsternis sehen.

Dieses wunderbare Ereignis sollte morgens in der Schulzeit stattfinden und es war klar, dass man sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen durfte.

Nachdem alle Schüler im Unterricht über das Entstehen einer Sonnenfinsternis erfahren hatten, musste man sich natürlich auch auf das Ereignis selbst vorbereiten. Da das direkte Beobachten gefährlich für die Augen war, bastelte Herr Stang mit Praktikantin Frau Lichtenthal und den Schülern 71 Sonnbrillen aus dreilagiger Rettungsdeckenfolie. Dieser Tipp war in der Tageszeitung BNN von der Sternenwarte Linkenheim gegeben worden. Schulleiterin Frau Grass hatte sich extra nochmals bei dem Sternwartenleiter Herrn Rastetter über die Unbedenklichkeit dieses Augenschutzes informiert.

Während leider viele Schüler der öffentlichen Schulen in abgedunkelten Klassenzimmern das große Ereignis vorbei ziehen lassen mussten, konnten alle Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter im Waldhaus das seltene Geschehen mit Schutzbrillen beobachten. Dabei wurde darauf geachtet, trotz Schutzbrille nur einen jeweils kurzen Zeitraum in die Sonne zu schauen. 

Es war sehr beeindruckend, den Kernschatten des Mondes vor die Sonne ziehen zu sehen, zum Schluss war fast eine „Mondschaukel“ erkennbar.  Auch spürten alle deutlich, dass es viel kälter wurde.

Erst im Jahr 2021 wird man von Europa aus die nächste partielle Sonnenfinsternis sehen können. Ob da auch alle Waldhauskinder zusehen werden?

 

Ein Dino zeigt Gefühle

22.03.2015 13:14

Zum Einstieg in die Kompetenzfelder „Sich selbst wahrnehmen – Zusammen leben“ (MNK) und „Leben in Verantwortung – Pubertät und Sexualität“ (NT) startete die Klasse FS 4 / 5 auf zwei Arten:
In der Smiley – Dose wurden alle Fragen anonym gesammelt (alles, was du fragen willst / was du schon immer wissen wolltest / was dir sonst peinlich ist, usw.). Voller Spannung und Konzentration versammelten sich die Schüler im Kreis und warteten gespannt auf die ersten Antworten, die überraschende Ausflüge nahmen zu Glaubensfragen und der Erdentstehung.
Die Autorinnen des Dino – Buches schrieben: „Gefühle zu kennen und zu erkennen – diese Fähigkeit zu vermitteln ist Bestandteil jeder stärkenden und präventiven Arbeit mit Kindern“.
Mit dem Buch „Ein Dino zeigt Gefühle“ wurden u.a. Wörter gesucht zu „mir geht’s gut / schlecht / mittel“. Armando stellte auf der Buchrückseite fest, dass es einen zweiten Band dazu gibt, der dann für die Schule bestellt und besprochen wurde. Es war gar nicht so leicht, die Unterschiede zu erkennen zwischen „mutig, aufgeregt, erleichtert und stolz“ oder „ängstlich, schuldig, beschämt“. Das Gefühl „eklig“ wurde auf Anhieb erkannt.
Und wie werden die Wörter geschrieben? Emmanuel und Janik gaben viele Buchstabierhilfen und Jan-Luca half fleißig beim Aufbau in der Aula.

Die Jungen sind gespannt wie es weitergeht…

Eindrücke aus der Kletter-AG „Das eigene Leben in die Hand nehmen“

19.03.2015 15:10

Wenn ich ein Ziel im Leben habe, kann ich es wie beim Bouldern machen. Anfangen, festhalten und dran bleiben.

Die Kletter-AG hat in diesem Jahr einen vielfältigen Anspruch. Die Kinder und Jugendlichen können beim Bouldern lernen, Ziele zu verfolgen und Misserfolge als Ansporn zu erkennen. Frustrationstoleranz und der Glaube daran etwas zu schaffen, können die Teilnehmer in der wöchentlichen AG lernen.

Konnten sich die meisten zu Beginn kaum vorstellen das Ende einer Kletterwand zu erreichen oder dem Partner am anderen Ende des Seiles die Verantwortung für das eigene Leben zu überreichen, so schaffen es mittlerweile die Meisten, nahezu selbstständig zu klettern und das „Dach“ der Kletterwand zu erreichen.

Zuletzt hieß es, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es galt, sich selbstständig abzuseilen und das von einer Höhe von 12 Metern. Da haben so manche Beine gezittert und es wurde auf die Lippen gebissen, denn der Ernst der Lage und das hohe Maß an Verantwortung wurde jedem spätestens an der Kante der Abseilplattform bewusst.

In der Reflexion und dem Transfergespräch am Ende erkannten die Kinder und Jugendlichen, dass die Stärksten an diesem Tag eigentlich die waren, die sich getraut haben zu sagen -„Ich traue mich nicht.“ Denn wer Ängste und Gefühle äußern kann und sich entsprechend verhält, kann sich selbst einschätzen und respektieren. Timo meinte: „Angst ist gut und hält uns am Leben, denn wer keine Angst kennt geht über seine Grenzen hinaus.“ Besonderer Dank gilt dem Jugendlichen Christoph K., der die Kletter-AG BetreuerInnen Denise und Christoph S. als Assistent begleitet.