Juni 2009

Gruppenübergreifend zum Meisterbäcker in die Pfalz

13.06.2009 15:15

In einer gemeinschaftlichen Aktion reisten am 13. Juni neu Jungen und drei Erzieher der Gruppen Bärenhöhle, Bachkrebse und Turmfalken nach Billigheim in die Pfalz. Ziel war es, sich einmal einen Bäckereibetrieb anzusehen, der Brot noch nach alter Handwerkskunst herstellt und der allergrößten Wert darauf legt, dabei nur beste Zutaten zu verwenden. Baujahr 1947!!!

Die frohe Gemeinschaft kam gutgelaunt um die Mittagszeit bei der Bäckerei Feldner an, wo sie schon erwartet wurden. Gespannt warteten die Teilnehmer darauf, was ihnen bei ihrem lehrreichen Ausflug dargeboten würde.

Es begann damit, dass alle erst einmal die obligatorischen Bäckerschiffchen aufsetzten, um dann, nun fachgerecht ausstaffiert, die Bäckerstube zu betreten. Es ist einfach interessant Den Kindern und Erwachsenen wurde erklärt, mit welchen Maschinen und Utensilien  die Backwaren des Betriebes produziert werden. Erstaunt vernahm man, dass eine der Knetmaschinen das Baujahr 1947 trug!
Weiter ging es mit der Herstellung von Sauerteig aus Roggenmehl und Wasser. Da dieser Vorgang einige Stunden beansprucht, hatte Herr Feldner diesen schon in entsprechender Menge vorbereitet.

Es wurde geschildert, welche Mehlsorten verwendet werden und es wurde gezeigt, wie man sie unterscheiden kann. So lernte die bunte Schar, dass die Typenbezeichnung der Sorten mitnichten etwas mit  dem Mahlgrad zu tun hat, sondern ausschließlich mit der Färbung der daraus entstehenden Backwaren. Typ 550 bedeutet z.B., dass in 100 kg Mehl 550 Gramm Asche enthalten sind - wer hätte das gedacht? Je höher also die Zahl, desto dunkler das Brot.

Naschkatzen Gespannt verfolgten die Kinder und Erwachsenen, wie die Backmasse hergestellt wurde – sie erfuhren, dass der vor ihren Augen gefertigte Teig auch dazu gemacht wurde, um daraus anschließend eine Pizza zu formen, die die Teilnehmer selbst belegen dürfen!

Inzwischen war der Teig fertig geknetet und wir beobachteten, wie Zutaten daraus Brote geformt wurden. Gelagert werden sie in kleinen Weidenkörbchen - in dieser Bäckerei wird großen Wert darauf gelegt, so natürlich wie möglich zu produzieren. So wurde auch erklärt, welch umfangreichen Werdegang ein gutes Sauerteigbrot durchlaufen hat, bis es auf dem Tisch landet -  ungläubig hörte man, dass solch ein Brot bis zu acht! Tage haltbar ist und immer noch frisch schmeckt.

Anschließend lernten wir etwas über die verschiednen Zutaten,  die verwendet werden, um die Backwaren schmackhafter zu machen, aber auch alles über die Herstellung von Hefe und Malz. So durfte darüber gerätselt werden, welche Körner  vor ihnen aufgestellt waren und ob es sich um Salz oder Zucker handelte. Einige Kinder verblüfften die Erwachsenen, wie gut sie Körner benennen konnten. Ein Probieren der Zutaten ließen sich die „Lehrlinge“ nicht nehmen – zumal sich darunter Köstlichkeiten wie Nougat, Minzkrokant und Mandelsplitter befanden.

Das wird mal Pizza

Die geformten Brote wurden in der Zwischenzeit in den Ofen geschoben und es ging daran, die versprochenen Pizzen zu formen. Gespannt schauten wir zu, wie eine Maschine kleine Kugeln formte – und daraus sollte Pizza werden, die den großen Hunger stillen sollte? Die Teilnehmer waren Pizza belegen ist interessant skeptisch. Dies war unbegründet, wie sich gleich herausstellen sollte und bald war es soweit, dass jeder seinen eigenen Belag gestalten konnte. Ein Namenschild an jeder Kreation sicherte,  dass jeder auch wirklich „seine“ Pizza verspeisen konnte.

Mittlerweile schon recht Mitmachen ist klasse!hungrig verfolgten alle, wie nun auch diese Köstlichkeiten in den Ofen wanderten. Das sehnsüchtige Warten vertrieb man sich damit, vom leckeren Traubensaft aus der Region zu kosten. Ob roter oder weißer Saft – beide kamen hervorragend an.
Endlich waren die Pizzen fertig und die Kinder warteten geduldig bis sie aufgerufen wurden, um dann jeweils die selbst belegte Köstlichkeit in Empfang zu nehmen.

Volle Konzentration Anpacken ist toll!

Gut gelaunt wurde gemeinsam an den Tischen im Hof gespeist und dabei auch verglichen, wie jeder seinen Belag gestaltet hatte. Allen schmeckte es hervorragend!
Nach dieser Stärkung bekam jedes Kind noch eine Kugel Eis zum Abschluss und bald ging es zurück an die Busse, um frisch gestärkt zurück ins Waldhaus zu fahren; natürlich nicht ohne dass die Erzieher noch einige der frisch gebackenen Brote für die Gruppen einkauften, denn schließlich wollte man auch davon probieren.

Das schmeckt So sieht leckeres Brot aus Ein schöner und lehrreicher Tag war es, das fanden alle Beteiligten. Wir danken der Familie Feldner auch für einen unterhaltsamem Nachmittag und freuen uns schon im nächsten Jahr darauf, die Feinbäckerei zu erleben.

Fortbildungsveranstaltung

10.06.2009 14:54

„Einführung in das systemische Denken“

 

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Am 08.04.2009 fand in unserer Einrichtung eine weitere Fortbildung zum Thema „Einführung in die Grundsätze des systemischen Denkens“ statt. Alle pädagogischen Mitarbeiter der Einrichtung nahmen an der Veranstaltung interessiert und engagiert teil.

Krönender Abschluss des Tages war ein „systemischer Chor“ der Mitarbeiter, um die Stimmen der Gesamteinrichtung hörbar zu machen.

Die Veranstaltung war der Beginn eines breit angelegten Angebotes von Fortbildungen, mit dem Ziel, die systemische Arbeit in unserer Einrichtung weiter zu etablieren.

„Stoppt Ausbeutung“ UNICEF-JuniorBotschafter...

10.06.2009 14:50

...setzen sich gegen ausbeuterische Kinderarbeit ein

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Acht Schüler der Waldhausschule Malsch waren gemeinsam mit  Mädchen der Juniorgruppe Karlsruhe   beim bundesweiten Aktionstag „Stoppt Ausbeutung“ am 10. Juni in der Karlsruher Innenstadt vor der Postgalerie aktiv.

Schon von weitem wurde man auf den fantasievoll dekorierten Stand aufmerksam: T-Shirts flatterten an der Wäscheleine, Müllberge, Schuhputzkästen und Stellwände lockten die Blicke der Passanten an. Zwei Sandwichmen  warben um Unterschriften gegen ausbeuterische Kinderarbeit  auf einem riesengroßen Stoppschild.

Die JuniorBotschafter führten Schulklassen und weitere Interessierte durch die Ausstellung  „Kleine Hände- krummer Rücken“ geführt und informierten darüber, dass 158 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen. Mit dem Schicksalswurf konnte man sich dann in das  Los arbeitender Kinder einfühlen.  So gab es rege Aktivitäten am Stand:  Blumen verkaufen, Steine schleppen, Boden fegen, Schuhe putzen und Müll sortieren.

Eine Ausstellung fair gehandelter Waren zeigte die Alternativen beim Einkauf auf.

Zum Abschluss konnten Interessierte ihr Wissen am  Quiz über Kinderarbeit überprüfen.

Eine gelungene Aktion – so fanden vor allem die jungen Gäste am Stand,  die sichtlich bewegt über das Schicksal der vielen Kinder der Erde waren.